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FAQ: Lohnt sich DayZ?

Eine oft gestellte Frage von neuen bzw. zukünftigen DayZ-Spielern lautet in etwa: „Lohnt es sich, DayZ zu installieren/sich einzuspielen (oder soll ich auf die Standalone-Version warten/bei Call of Duty bleiben?)“. Dieser Fragestellung soll im Folgenden nachgegangen werden.

Zusammenfassung zum Überfliegen: Es gibt kaum noch Serverprobleme, die Anzahl an Zombies ist fair und das Gameplay sicherlich einzigartig. Wer Lust auf Survival-Feeling und Open-World-Level, die GTA San Andreas alt aussehen lassen, hat, sollte das Experiment wagen. Besonders viel Spaß macht es, wenn man mit noch mindestens einer weiteren Person Chernarus erkunden kann. Es gibt zwar immer mehr freundlich gesinnte Spieler, aber sollte man doch einmal auf einen Banditen treffen, wachsen die Überlebenschancen im Team enorm. Allerdings gilt auch: Ist man als Einzelgänger unterwegs, kommt schnell eine wohlig-schaurige Endzeitatmosphäre auf, wie man sie etwa von S.T.A.L.K.E.R. gewohnt ist. Insgesamt sollte man nicht vergessen, dass es sich noch um eine Alpha-Version handelt und Bugs zu erwarten sind.

Nachfolgend die Besprechung der Problematik im Detail.

Was ist DayZ?

DayZ ist eine kostenlose Modifikation für die Militär-Simulation ArmA II, in der es darum geht, in einer fiktiven Zombie-Apokalypse zu überleben und der Focus statt auf Hollywood-Action im „realitätsnahen“ Überlebenskampf eines Durchschnittsmenschen liegt. Der Spieler startet mit Minimalausrüstung (Verpflegung für einen Tag und einer Taschenlampe) und muss sich in Städten, Industrieanlagen und auf Bauernhöfen mit dem nötigen Equipment wie Waffen und Werkzeugen eindecken, um möglichst lange zu Überleben. Das Besondere ist hierbei vor allem eine riesige Spielwelt, welche 225 km² akkurat nachgebildete Landschaft umfasst (ca. 100 km² sind von Wäldern bedeckt). Zur schnelleren Fortbewegung können auf der Karte verteilte Fahrzeuge mit gefundenen Ersatzteilen repariert werden.

Gibt es noch Serverprobleme?

Gerade, als DayZ noch vergleichsweise neu war, verging oft eine Wartezeit im zweistelligen Minutenbereich, bevor man mit einem Server verbunden war. Dies lag daran, dass die Datenbankserver, auf denen Spielerpositionen und Inventar gespeichert sind, auf den großen Ansturm an Spielern nicht vorbereitet waren. Dieses Problem ist mittlerweile quasi komplett behoben und es ergeben sich zu Spitzenzeiten gelegentlich Wartezeiten von knapp einer Minute. Da man jedoch, gerade im Vergleich zu anderen Spielen, eine deutlich längere Zeit auf einem Server verweilt fällt dies kaum ins Gewicht. Probleme mit nicht gespeicherten Gegenständen o.ä. treten in seltenen Fällen auf, sind aber äußerst rar und beeinträchtigen das Spiel nicht.

Kann man auch alleine Spielen?

Wie eingangs erwähnt ist es im Team immer einfacher und auch die Langzeitmotivation bleibt erhalten. Man kommt jedoch nicht umhin einige Zeit allein die Karte zu erkunden, schon alleine, weil jeder Spieler an unterschiedlichen Orten „spawnt“. Atmosphärisch kann DayZ hier seine volle Wirkung entfalten, da die ständige Ungewissheit, ob man von anderen Spielern beobachtet wird und hinter welcher Ecke weitere Zombies lauern ständig mitreist. Mit der Zeit wird man definitiv auch andere, freundlich gesinnte Mitspieler kennenlernen. Ein Mikrofon und grundlegende Englischkenntnisse sind daher von Vorteil.

Bald kommt doch die Standalone-Version raus…?

Die Standalone-Version von DayZ wurde in der Tat bereits angekündigt. Bis diese erscheint, wird es aber wohl noch eine Weile dauern, zumal die Entwickler vorher auch noch ArmA III veröffentlichen wollen. Ebenfalls ist ArmA II mittlerweile schon für unter 20€ zu haben, somit gibt es eigentlich keinen Grund, nicht zuzuschlagen. Und sollte man eine Pause von den Zombies brauchen, hat man die Möglichkeit, das Hauptspiel zu testen und wäre nicht der erste, der dem ArmA-Virus erlegen ist.

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